Augustin Noffke

18.03.2010 - 19.00 Uhr

Im Rahmen der dieshjährigen Ausstellung präsentieren wir Werke des Künstlers Augustin Noffke in den Räumen unserer Kanzlei.

Tagebuchartig wirken die Werke von Augustin Martin Noffke. Das rührt nicht nur daher, dass er die Schrift in seine Werke integriert, auch die visuellen Eindrücke überlagern und verdichten sich zu mehrschichtigen Geweben.

Die Radierungen sprechen eine informelle Sprache und leben vorwiegend vom dichten Liniengewirr, von den sich jagenden Eindrücken. In den Mischtechniken tauchen häufig erotische Szenen auf. Doch diese sind nie in einem pornographischen Sinn obszön oder anstößig, sie erinnern eher an afrikanische oder indische Kultbilder, an Höhlenmalereien auch, sie haben etwas von magischen Beschwörungsformeln. Reizvoll überlagern sich die Farben, die oft in harmonischen Tönungen schwingen, schichtweise korrespondiert Gemaltes und Gezeichnetes. Noffke arbeitet oft mehrere Monate an seinen Bildern, er hängt unfertige Werke an die Wand, lebt mit ihnen, um an ihnen weiterzuarbeiten, und so lagern sich auch in seinen Werken die Gegebenheiten der Tage, Wochen, Monate ab, das Bild wird zu einer Verdichtung von Erlebnissen, Notationen. Bei Noffke dominiert der Eindruck des fast nervös und erregt Spontanen, aber auch des Urtümlichen und Archetypischen. Noffke, ein Höhlenmaler unserer Tage, entwirft ein vibrierendes Menschenbild, erdverbunden und ganzheitsbezogen. Was seine Werke so kraftvoll macht, ist die Durchdringung von Zeitablagerungen, gegenwärtigen Erlebnissen und Zeitlosigkeit, denn immer wieder stößt der Künstler vor zum Menschen an sich und seiner Beziehung zum Kosmos. Letztlich bleibt viel Geheimnis in seinen Bildern – man kann sie nicht restlos erklären oder beschreiben, ohne sie zu zerreden. Gerade die Überlagerungen von Schrift, Bild und Fundstück scheinen das Feststehende, das Fixierte der Sprache, die immer etwas unheimlich Endgültiges hat, in Frage zu stellen. Die inszenierte Sinnlichkeit Noffkes hat etwas archaisch Feierliches. sie ist mehr als nur Lebenslust und Weltbejahung, sie grenzt in der Tiefe, die sie auslotet, an Religiöses. Denn der Mensch darf in Noffkes Werken ganz er selbst sein in der Weite und Fülle seines Erlebens. Und immer wieder scheint durch die Schichten der Zeit das Zeitlose hindurch, das unbeweglich Stillstehende, das alles in Bewegung hält. Es lässt sich genauso wenig wie Noffkes differenzierte Bildinhalte mit einem Namen belegen – denn der Name ist nicht das Eigentliche.
(Thomas G. Brunner)

Die Ausstellung ist während unserer Bürozeiten – nach Voranmeldung – zu besichtigen. Wenn Sie Interesse am Erwerb eines Werkes des Künstlers haben, sprechen Sie uns bitte an.

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