Soll eine Abwicklung der Beteiligung erfolgen sollte unbedingt anwaltlicher Rat eingeholt werden. Eine Rückabwicklung kann insbesondere bei Scheitern der Anlage und Beratungsverschulden der Bank, des Beraters oder des Anlagevermittlers in Betracht kommen.

Der Gesetzgeber geht dabei wohl nicht zu Unrecht davon aus, dass Anleger in den meisten Fällen nur über laienhaftes Wissen verfügen und daher nicht nur auf eine kompetente Beratung angewiesen sind, sondern diese auch voraussetzen können. Im Klartext bedeutet dies, dass Anleger ihr Geld von der Bank oder dem selbstständigen Finanzberater zurückfordern können, wenn der Nachweis erbracht wird, dass die fragliche Investition nur aufgrund von groben Beratungsfehlern getätigt worden ist. Im Frühjahr 2009 hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass in besonders gravierenden Fällen sogar eine Umkehr der Beweislast zu Ungunsten der Bank erfolgen kann.

Eine weitere Aufgabe des Anlegerrechts neben dem Schutz vor fragwürdigen und verlustreichen Anlagegeschäften ist z.B. die Einräumung des Widerrufsrechts für Haustürgeschäfte, die mit Finanzdienstleistungen jeglicher Art zu tun haben. Das Bank- und Anlegerrecht ist darüber hinaus zumindest teilweise auch in der Wirtschaft zu finden, etwa wenn es um Beteiligungen an Gesellschaften oder sonstigen Unternehmen geht.

Im weitesten Sinne umfasst dieser Fachbereich also:

  1. Geschäftsverbindung zwischen Bank und Kunden, insbesondere
    a) Allgemeine Geschäftsbedingungen,
    b) Bankvertragsrecht,
    c) das Konto und dessen Sonderformen,
  2. Kreditvertragsrecht und Kreditsicherung einschließlich Auslandsgeschäft,
  3. Zahlungsverkehr, insbesondere a) Überweisungs-, Lastschrift-, Wechsel- und Scheckverkehr, b) EC-Karte und Electronic-/Internet-Banking, c) Kreditkartengeschäft,
  4. Wertpapierhandel, Depotgeschäft, Investmentgeschäft, Konsortial-/Emissionsgeschäft einschließlich Auslandsgeschäft,
  5. Vermögensverwaltung, Vermögensverwahrung,
  6. Factoring/Leasing,
  7. Geldwäsche, Datenschutz, Bankentgelte,
  8. Recht der Bankenaufsicht, Bankenrecht der europäischen Gemeinschaft und Kartellrecht,
  9. Steuerliche Bezüge zum Bank- und Kapitalmarktrecht,
  10. Besonderheiten des Verfahrens- und Prozessrechts.

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