2.) Erbrechtliche Regelungen

Als erbrechtliche Regelungen kommen grundsätzlich Bestimmungen über die Abweichung von der gesetzlichen Erbfolge, Bestimmungen über Einzelzuwendungen, Bestimmungen über die Auseinandersetzung unter mehreren Erben, Bestimmungen über den Pflichtteil, Bestimmungen über die Aufhebung einer Verfügung von Todes wegen, Bestimmungen über die Zuständigkeit eines Dritten (z.B. Testamentsvollstrecker), Bestimmungen familienrechtlichen Inhalts (z.B. Vormundschaft) sowie Anordnungen, die Rechtsgeschäfte unter Lebenden betreffen (z.B. Widerruf einer Schenkung) in Betracht.

Als Regelungsform kommen grundsätzlich Testament und Erbvertrag in Betracht.

Ein Testament kann öffentlich errichtet oder privatschriftlicher Natur sein. Das ordentliche öffentliche Testament wird zur Niederschrift eines Notars errichtet. Ferner kommen noch die Übergabe einer offenen oder verschlossenen Schrift mit der Erklärung, dass diese den letzten Willen enthalte, in Betracht. Die Niederschrift wird auf Veranlassung des Notars in besondere amtliche Verwahrung gebracht (Nachlassgericht).

Die Vorteile des öffentlichen gegenüber dem eigenhändigen Testament stellen sich aus diesseitiger Sicht wie folgt dar:

Aufgrund der amtlichen Verwahrung ist die Gefahr des Verlustes, des Beiseiteschaffens oder späterer Verfälschung nahezu ausgeschlossen. Das Standesamt des Geburtsortes des Erblassers ist von der erfolgten Verwahrung zu benachrichtigen. Es verständigt seinerseits das Gericht vom Tod des Erblassers. Dadurch wird sichergestellt, dass das Testament eröffnet wird.

Die Rechtsberatung bei der Abfassung des Testamentes erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Wille des Erblassers in die richtige Form gebracht wird.

Weiter werden den Erben durch das notarielle Testament in der Regel die Kosten für einen Erbschein erspart. Vielfach genügt es im Gegensatz zum eigenhändigen Testament zum Nachweis des Erbrechts, so in aller Regel gegenüber dem Grundbuchamt bei Eintragungen im Grundbuch oder gegenüber dem Registergericht bei der Eintragung der Rechtsnachfolge im Handelsregister. Auch gegenüber Banken und Sparkassen kann der Nachweis der Verfügungsberechtigung des Erben nach dem Tode des Bankkunden durch die Vorlage einer Ausfertigung oder einer beglaubigten Abschrift der letztwilligen Verfügung nebst zugehöriger Eröffnungsniederschrift geführt werden.

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