Die Gütertrennung wird bereits mit Beurkundung beim Notar wirksam; sie kann in das sogenannte Güterrechtsregister eingetragen werden, was jedoch im Regelfall wegen der damit verbundenen Kosten nicht geschieht.

Entgegen einer weitverbreiteten Auffassung hat die Gütertrennung nichts mit dem Einstehenmüssen für Verbindlichkeiten des Partners zu tun. Wie das Vermögen bleiben auch die Schulden beim gesetzlichen Güterstand getrennt; sie können sich nur mittelbar dadurch auswirken, dass bei Scheidung der Zugewinn eines Partners wegen seiner Verbindlichkeiten geringer ausfällt und sein Ausgleichsanspruch gegen den anderen Partner sich damit erhöht. Gegenüber den Gläubigern selbst (z.B. Kreditinstituten) haftet aber immer nur derjenige Ehegatte, der als Darlehensnehmer oder Bürge unterschrieben hat.

2. Die Gütergemeinschaft (§§ 1416 ff. BGB) stellt einen sehr komplizierten Güterstand dar, der nur selten gewählt wird. Sein Hauptvorteil liegt in der Vermischung des Vermögens beider Ehegatten, die insbesondere in der Landwirtschaft gewünscht wird zur Vergrößerung der Betriebsflächen. Die wesentlichen Nachteile liegen darin, dass alle Verbindlichkeiten ebenfalls gemeinschaftlich werden und dass deutliche steuerrechtliche Nachteile eintreten (z. B. können Ehegatten, die in Gütergemeinschaft verheiratet sind, keine Arbeitsverträge miteinander schließen, so dass der Arbeitslohn des einen Ehegatten nicht beim anderen als Betriebsausgabe angesetzt werden kann etc.) Bei der Gütergemeinschaft sind fünf Vermögensmassen zu unterscheiden, nämlich das gemeinschaftliche Vermögen beider Ehegatten, das Vorbehaltsgut des Mannes und der Frau sowie das Sondergut des Mannes und der Frau.

  • Zum Gesamtgut gehört das gesamte bei Abschluss des Ehevertrags vorhandene Vermögen sowie das später hinzuerworbene Vermögen, auch solches, das unentgeltlich erworben wurde. Dieses ist gesamthänderisch gebunden, kein Ehegatte kann über den Anteil am Gesamtgut oder über den Anteil an einem einzelnen Gegenstand verfügen.
  • Zum Vorbehaltsgut eines jeden Ehegatten gehören die Gegenstände, die durch Ehevertrag dazu erklärt werden, ferner solche, die durch Erbschaft erworben wurden oder die von einem Dritten unentgeltlich zugewendet wurden, allerdings in letzterem Fall nur dann, wenn der Zuwendende bestimmt hat, dass der Vermögenswert Vorbehaltsgut werden solle.
  • Zum Sondergut schließlich zählen alle Gegenstände, die nicht durch Rechtsgeschäft übertragen werden können (also unpfändbare Einkünfte, Nießbrauch, beschränkt persönliche Dienstbarkeiten etc.)

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