Eine Sonderform bildet die sogenannte „Kommanditgesellschaft auf Aktien“ (KGaA), die neben den „klassischen“ Aktionären (dort sogenannten „Kommanditaktionären“) auch persönlich haftende Gesellschafter hat, ähnlich den Komplementären einer Kommanditgesellschaft. Zwischenzeitlich ist geklärt, dass auch eine GmbH die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin übernehmen kann. Zusätzlich zu den aufgrund des Aktienrechts einzutragenden bzw. zu meldenden Vorgängen sind daher auch die Personen, das Ausscheiden und Eintreten der persönlich haftenden Gesellschafter und deren möglicher Ausschluss von der gesetzlichen Vertretung der Gesellschaft (durch alle persönlich haftenden Gesellschafter) anzumelden. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass bestimmte Grundsatzbeschlüsse der Hauptversammlung dieser KGaA der Zustimmung der persönlich haftenden Gesellschafter bedürfen, die dem Registergericht nachzuweisen ist.

 

IV. Vorlagepflichten für Kapitalgesellschaften

Handelsgesellschaften sind verpflichtet, Handelsbücher zu führen und am Schluss eines jeden Geschäftsjahres (binnen drei, bei kleinen Kapitalgesellschaften maximal binnen sechs Monaten) eine Jahresbilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung in deutscher Sprache aufzustellen.

Kleine Kapitalgesellschaften (das sind solche, die mindestens zwei der drei nachfolgenden Merkmale nicht überschreiten: 6,72 Mio DM Bilanzsumme, 13,44 Mio DM Jahresnettoumsatz, im Jahresdurchschnitt 50 Arbeitnehmer) müssen dem Handelsregister zusammengefasste Bilanzen nebst verkürztem Anhang einreichen (§§ 266 Abs. 1, 288 HGB).

Mittelgroße Kapitalgesellschaften (das sind solche, die mindestens zwei der drei vorbezeichneten Merkmale überschreiten und mindestens zwei der drei nachfolgenden Merkmale nicht überschreiten: 26,89 Mio DM Bilanzsumme, 53,78 Mio DM Jahresnettoumsatz, 250 Arbeitnehmer) sowie große Kapitalgesellschaften (also solche, die mindestens zwei der drei letztgenannten Merkmale überschreiten) müssen ihre Jahresabschlüsse prüfen lassen. Eine zusammengefasste Bilanz, eine zusammengefasste Gewinn- und Verlustrechnung sowie ein verkürzter Anhang (§§ 276, 288 HGB) sowie Lagebericht, Prüfungsvermerk und Bericht des Aufsichtsrats sind einzureichen. Bei großen Gesellschaften ist der gesamte Jahresabschluss ohne Kürzungen sowie Prüfungsvermerk und Aufsichtsratsbereicht einzureichen und im Bundesanzeiger zu veröffentlichen.

Als Kapitalgesellschaft im  Sinne vorstehender Offenlegungsvorschriften zählt auch die GmbH & Co KG.

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